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DFG-VK Mobil in Offenburg am 17. Juni 2026
Nein-zur-Wehrpflicht in der Langestraße und im Bürgerpark

Nach mehreren Städten in Baden-Württemberg erreichte die Tour der Deutschen Friedensgesellschaft am 17. Juni Offenburg. Gegen Mittag wurde im Bereich der Klosterschulen ein Informationspavillon errichtet; als Blickfang diente das aufblasbare Riesenmodell des bekannten Verbandslogos „Hände zerbrechen Gewehr“.

Etliche Erwachsene, zumeist Eltern der Generation, die demnächst von der Bundeswehr Post in Sachen Wehrdienst erhalten wird, informierten sich über die Möglichkeit der Kriegsdienst- verweigerung nach Artikel 4 des Grundgesetzes. In der Mittagspause fanden auch einige ältere Schülerinnen der Klosterschulen den Weg zu Infoblättern und Aufklebern.

Inan Euro
Dorothea Hennig

Am Nachmittag gab es dann auf der Bühne im Bürgerpark ein Fest mit einer bunten  Mischung aus Musik und politischen Statements der Friedensgesellschaft sowie Vertretern der SDAJ (Soz. Arbeiterjugend). Zwei Singer-Songwriterinnen luden zum Mitsingen ein, eine davon Melind, die Hälfte des jungen Freiburger Duos „Rotgeld“. Geld spielt auch eine Rolle im Namen des Offenburger Rappers Inan Euro, der mit einer wohldosierten Mischung von Klamauk und Nachdenktexten zum Thema Krieg unterhielt. Ein angenehmer Sommerabend im Park.

Rotgeld

Die Freitagsrunde am 8. Mai 2026 – Schon wieder kriegssüchtig?

81 Jahre nach dem Kriegsende – und schon wieder sollen wir „kriegstüchtig“ werden? Darum und um manch andere Frage ging es in der sehr gut besuchten Freitagsrunde im Mai.

In einem von Dorothea vorbereiteten Impulsreferat wurde daran erinnert, dass bereits im Herbst 1950, also kaum mehr als ein Jahr nach Gründung der BRD, die Westalliierten daran gingen, das Besatzungsstatut zu revidieren und ihre Truppen in Westdeutschland zu verstärken. Auch die Bildung einer europäischen Armee mit deutscher Beteiligung im Rahmen einer „Europäischen Verteidigungsgemeinschaft“ EVG stand im Raum, wurde allerdings von Frankreich verhindert. Andererseits gab es zu dieser Zeit auch mehrere Versuche der sowjetischen Seite, die militärische Konfrontation dadurch abzumildern, dass freie Wahlen in ganz Deutschland angeboten wurden, freilich unter der Bedingung, dass Gesamtdeutschland entmilitarisiert sein müsse. So war die jahrelange Auseinandersetzung zwischen der Adenauer-CDU (für die Westbindung) und der Carlo-Schmid-SPD (gegen die Wiederbewaffnung) vorgezeichnet. Die Wiederbewaffnung unter US-Regie kam dann nach heftigen Debatten doch, bald auch die Wehrpflicht und erst Ende der 1960er Jahre ging es mit der Zahl der Kriegsdienstverweigerer steil nach oben, so wie jetzt wieder Mitte der 2020er Jahre.

Lange und intensiv wurde diskutiert im Anschluss an den Kurzvortrag und ein jüngerer Besucher meinte am Ende, dass nach so langer Zeit vielleicht einfach kaum noch jemand ermessen könne, was Krieg bedeutet; daher auch die allgemeine Gelassenheit, wenn ein Politiker kommt und den Nazi-Begriff „kriegstüchtig“ verwendet. Sollte der Herr womöglich „kriegssüchtig“ sein? 

Ernst Rattinger

Fotos Andreas Pahlow


Gedenkveranstaltung für die 114 getöteten Zwangsarbeiterinnen und -arbeiter bei der Explosion in der Offenburger Kaserne
vier Tage vor Kriegsende am 4. Mai

Ernst Rattinger

An das schreckliche Geschehen am 4. Mai 1945 erinnert die Deutsche Friedensgesellschaft an jedem Jahrestag mit einer Gedenkfeier. In diesem Jahr waren etwa 20 Personen gekommen, um der Opfer zu gedenken. Ernst Rattinger von der Regionalgruppe Mittelbaden der DFG-VK rief in seiner Ansprache die damaligen Ereignisse in Erinnerung. Bereits Mitte April 1945 hatte eine französische Panzerdivision Offenburg eingenommen und alle Kasernen der Stadt besetzt. In mehreren Kasernenbauten des von den Franzosen „Quartier Montalègre“ genannten Komplexes hatte man mangels anderer Wohnräume eine große Anzahl befreiter Zwangsarbeiter aus Osteuropa, sog. „Displaced Persons“, untergebracht. Am frühen Morgen des 4. Mai gab es in mehreren dieser Gebäude gewaltige Explosionen, die 114 Menschen töteten, viele weitere wurden verletzt.

Gedenkstein für die 114 getöteten Zwangsarbeiterinnen und -arbeiter

Offenbar hatte kurz vor ihrem Abzug die Wehrmacht in verschiedenen Kasernenbauten Minen mit Langzeitzündern versteckt, um später französische Soldaten zu töten. Die für die damaligen Ereignisse verantwortlichen Personen sind nicht bekannt. Noch am 4. Mai kam von der Kommandantur in Freiburg der Befehl, eine Vergeltungsaktion durchzuführen, 114 Nazis sollten hingerichtet werden. Dazu kam es nicht, allerdings wurden als Nationalsozialisten bekannte Offenburger gezwungen, die Leichen zu bergen und Aufräumarbeiten auszuführen.

Georg Braunstein

Dabei kam es zu weiteren Explosionen mit Todesopfern und Verletzten. Als Repressionsmaßnahme wurden die überlebenden Zwangsarbeiter in umliegenden Wohnhäusern untergebracht, deren Bewohner ihre Wohnungen sofort verlassen mussten. Plünderungsversuche seitens der befreiten Zwangsarbeiter verhinderte das französische Militär durch klare Befehle und Appelle in Polnisch und Russisch.

Gegen Ende der Gedenkfeier kam eine alte Dame hinzu, die damals als vierjähriges Kind mit ihren Eltern die Wohnung räumen musste. Diese Erfahrung des Krieges mit all seinen Schrecken, so die Zeitzeugin, sei prägend für ihr ganzes Leben geblieben.

Russischer Gedenkstein

Weitere Gedenksteine und -tafeln befinden sich auf dem Waldbachfriedhof.

Weitere Infos auch im Archiv dieser Webseite.


Rekordbeteiligung beim Internationalen Ostermarsch
Marche pour la Paix Kehl – Strasbourg

Die Vertreterin dieser Gruppe wies in ihrem Redebeitrag auf den Einfluss des kapitalistischen Systems hin, wenn es darum geht, Kriegsursachen zu benennen.

Mit rund 370 TeilnehmerInnen hat der Ostermarsch Kehl – Strasbourg am Karsamstag die Zahl der beiden Vorjahre deutlich übertroffen. Nicht weniger als 17 Gruppen aus Deutschland und Frankreich hatten aufgerufen, für den Frieden und gegen Kriegstauglichkeit zu demonstrieren. Unter ihnen waren die Gewerkschaften Verdi, IG BAU sowie die  französische CGT Grand-Est, außerdem natürlich Friedensgruppen wie Friedenswege – Chemins de Paix, Wehrhaft ohne Waffen am Oberrhein, Pax Christi, die VVN-BdA sowie die federführende DFG-VK Mittelbaden. Aus dem politischen Spektrum war die SDAJ Offenburg dabei.

Lysann Müller, Sprecherin der SDAJ
Lilly Groß, Kehl

Liebe Freundinnen und Freunde,

als ich diesen Text geschrieben habe, dachte ich mir: wahrscheinlich geht es nicht nur mir so. Und das obwohl das Thema, über das ich sprechen werde, vor allem die junge Generation betrifft, denn es geht um die Wehrpflicht.

Bereits seit dem ersten Januar dieses Jahres bekommen die gerade 18 gewordenen Jungs Post von der Bundeswehr, die sie dazu verpflichtet, sich ab dem 1. Juli 2027 einer Musterung zu unterziehen. Im November 2025 haben sich die SPD und die Union bereits auf die Möglichkeit zu einer Bedarfswehrpflicht geeinigt. „Sollte es am Ende nicht reichen bei der Freiwilligkeit, braucht es auch eine Verpflichtung“, heißt es laut Tagesschau dazu von Jens Spahn und „Wer freiwillig dient, erhält rund 2.600 Euro brutto monatlich. Ab einer Verpflichtungszeit von einem Jahr wird ein Führerscheinzuschuss für Pkw oder Lkw gewährt“ ist eine Formulierung aus den Koalitionspapieren.

Schön, dass uns jetzt Geld, unter anderem für den Führerschein, versprochen wird, wenn wir freiwillig zur Bundeswehr gehen, aber was nützt das, wenn dafür an anderen Stellen dafür richtig eingespart werden muss, zum Beispiel am öffentlichen Nahverkehr. Aber auch beim Straßenbau, in der Gesundheitsversorgung oder allgemein in der Infrastruktur. Komisch, dass man uns einerseits Sicherheit verspricht und dann andererseits in Krieg investiert, anstatt in den Sozialstaat. Viele Menschen in meinem Alter haben zum Beispiel Angst, sich fürs Studium oder auch für später keine Wohnung mehr leisten zu können, weil Wohnungsknappheit herrscht und die Mietpreise steigen. Und das, obwohl 2024 von der Ampel noch angekündigt wurde, dass 400.000 Wohnungen pro Jahr gebaut werden und 100.000 davon öffentlich gefördert sein sollen, wohingegen es aber nur knapp über die Hälfte geworden sind. Aber betroffen seien nicht nur die junge Generation oder die mit niedrigem Einkommen, sondern inzwischen die Gesellschaft als ganzes, sagt Lukas Siebenkotten vom Deutschen Mieterbund. Kein Wunder, dass die Leute unzufrieden sind. Und das treibt sie rechten Parteien in die Arme, was wiederum unsere Demokratie gefährdet.

Sollte man sich da als Politiker nicht lieber erst um die Probleme kümmern, die wir bereits haben, um allgemein wieder ein Gefühl von Stabilität und Sicherheit zu vermitteln, bevor man von der jungen Generation verlangt, dass sie ihr Leben freiwillig aufs Spiel setzt um für fremde Interessen zu kämpfen?

Anscheinend liegt die Wehrpflicht nämlich tatsächlich nicht im eigenen Interesse von Schülerinnen und Schülern. Denn laut der Jugendbewegung „Schulstreik gegen Wehrpflicht“ haben bereits 55.000 Schülerinnen und Schüler ihre Meinung gegen die Wehrpflicht kundgetan. In einem Interview der Neuen Osnabrücker Zeitung mit zwei Berliner Schüler*innen haben die beiden das Gefühl vieler Jugendlichen derzeit in wenigen Worten auf den Punkt gebracht: „Die Reichen wollen Krieg, die Jugend eine Zukunft. Ich sterbe nicht für Bonzen und deren Profite“. Auch an der Kontroverse um das Plakat eines 18 jährigen Demonstranten während eines Schülerstreiks gegen die Wehrpflicht mit der Aufschrift „Merz leck Eier“ zeigt sich klar, wie die künftigen „Freiwilligen“ den Erwartungen von Politikern gegenübersteht. Da helfen wohl auch die Bemühungen der Bundeswehr, an deutschen Schulen Werbung zu machen, nicht wirklich weiter. Vor allem einzelne Vorfälle, die bereits 2010 stattfanden wie, dass die Schülerinnen in einer Heeresflugabwehrschule versuchsweise mit Handfeuerwaffen schießen durften oder dass ihnen ein computeranimiertes Schieß-Kino zur Verfügung gestellt wurde, stießen auf berechtigte Kritik. So hat zum Beispiel die GEW den Aufruf „Schulen ohne Bundeswehr“ gestartet, nachdem die Schulen in Bayern durch das Gesetz zur Förderung der Bundeswehr in Bayern aus Juni 2024 zur Kooperation mit Jugendoffizieren aufgefordert wurden. Ich persönlich frage mich, was Bundeswehr mit Bildung zu tun hat und das Argument, dass das Thema Sicherheit und Verteidigung in den Schulen unterentwickelt sei und es um ein gesellschaftliches Signal, nämlich den klassischen Auftrag der politischen Bildung gehe, weshalb die Bundeswehr nicht bloß zur Nachwuchsfindung in den Schulen sei, wie ein Bundeswehrsprecher in der Süddeutschen Zeitung mitteilte, überzeugt mich überhaupt nicht. Stellt euch vor, ihr seid zwischen 15 und 17 Jahren alt, sitzt im Geschichtsunterricht und eure Lehrperson berichtet euch gerade über die schrecklichen Verbrechen aus dem ersten und zweiten Weltkrieg und auf einmal geht die Tür auf und die Bundeswehr kommt herein, um mit euch über die Verteidigung und Sicherheit von Deutschland zu reden. Meiner Meinung nach ist dieses Thema an Schulen deshalb unterrepräsentiert, weil es da nicht hingehört. Mit 15 Jahren sollte man sich auf die Schule und seine Hobbys konzentrieren können, ohne weitreichende Entscheidungen für seine Zukunft und sein Leben treffen zu müssen, auch wenn die Informationen natürlich ganz unverbindlich sind. Und auch als gerade 18 gewordener Jugendlicher sollte man nicht unter den Geburtstagswünschen einen Brief von der Bundeswehr finden. Mein Leben und das aller anderen ist ein angeborenes Recht und steht daher nicht zur Disposition für äußere Instanzen wie die Bundeswehr und gewisse Politiker, die entscheiden wollen, dass es jetzt an der Zeit ist, etwas fürs Volk zu tun. Daher mein dringender Rat an alle, die sich bereits mit dem Gedanken tragen: holt euch eure Kriegsdienstverweigerung. Auf der Seite der DFG-VK (verweigern.info) und des Bundesamts für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben findet man dazu detaillierte Informationen.

Mein Fazit zu diesem Thema lautet: Ich möchte nicht für fremde Interesse sterben, genau wie die Mehrheit der Jugendlichen in Deutschland. Wir waren oder sind gerade noch Kinder und sollen bald den Dienst an der Waffe leisten. Das ist unfair. Und deshalb sagen wir nein zur Wehrpflicht. Erklärt der Bundeswehr, den Kriegsdienst zu verweigern, wählt für Demokratie und setzt ein Zeichen für Frieden.

Vielen Dank.

Die Menschheit hat nichts aus der Geschichte gelernt.“

Diesen Satz habe ich einige Male schon gehört. Stimmt das wirklich, was Menschen damit zum Ausdruck bringen wollen?

Wer ist der als Menschheit benannte Adressat, der nichts gelernt hat?

Mahatma Gandhi hat aus der Geschichte gelernt, Trump und Putin nicht, jedenfalls nicht das, um Kriege zu verhindern und überflüssig werden zu lassen.

Ich denke, dass sehr viele Menschen aus der Geschichte gelernt haben. Viele Menschen, die den zweiten Weltkrieg erlebt hatten, setzten sich für Versöhnung ein. Daraus sind viele Friedensbewegungen entstanden, auch die internationale ökumenische Friedensbewegung Pax Christi.

Helga Schmidt, Pax Christi

Über Frieden und deren Voraussetzungen und Bedingungen wird geforscht, um aus der Geschichte zu lernen. Es gibt das Völkerrecht und seit 2021 den Atomwaffenverbotsvertrag, den inzwischen 75 Staaten ratifiziert haben. Seit Beginn des Völkerrechtswidrigen Krieges von Putin mit dem Überfall auf die Ukraine treffen sich Menschen in der Friedenskirche in Kehl um von Montag bis Freitag um 18 Uhr für den Frieden in der Welt zu beten. Was macht dieser Krieg mit uns selbst? Gefühle der Ohnmacht, der Ungewissheit und der Angst. Vielleicht ein dritter Weltkrieg? Der Krieg hat weltweite Folgen wie Nahrungsunsicherheit, Teuerung von Lebensmitteln, Lieferengpässe für wichtige Rohstoffe. Mitgefühl und aktive Solidarität durch humanitäre Hilfe sind richtig und notwendig. Aber Angst? Angst vor einem dritten Weltkrieg, vor einem Atomkrieg? Ich weigere mich, Angst zu haben. Unser biologisches System kann nicht zwischen realen Gefahren und vorgestellten Gefahren unterscheiden, die Folgen können reale körperliche Stresssymptome sein. Es gibt nicht nur einen vorauseilenden Gehorsam, sondern auch ein vorauseilendes Leiden. Leiden an einer vorgestellten oder befürchteten Situation im Jetzt, die noch gar nicht eingetreten ist und vielleicht auch nicht eintreten wird. Angst und Hoffnungslosigkeit lähmen und führen zur Erstarrung. Ich weigere mich Angst zu haben, weil ich an der Vision von einer Welt ohne Kriege festhalten will. – Schwerter zu Pflugscharen. An eine Welt ohne Kriege und an ein gutes Leben für alle Menschen. Dazu braucht es Hartnäckigkeit, anhaltende Ausdauer, also dranbleiben, einen langen Atem. Der amerikanische Friedensaktivist Thomas Morton wurde von einem jungen Aktivisten gefragt, ob es denn etwas nütze auf Demos zu gehen.  Er bekam die Antwort: „Frag nicht nach dem Erfolg, tu das Gute, weil es gut ist“ 1977 wurde von den Frauen der evangelischen Frauenarbeit die Initiative „Kauft keine Früchte der Apartheid“ gestartet. Anfangs belächelt und als lästig wahrgenommen, hat diese Initiative dem südafrikanischen Staat einen erheblichen wirtschaftlichen Schaden zugefügt, was mit zum Sturz des Regimes beigetragen hat. Ein Beispiel für 15 Jahre Hartnäckigkeit. Erzähl mir vom Frieden war das Motto der ökumenischen Friedensdekade 2023. Wir Menschen brauchen Mutmach-Geschichten vom Frieden Dass heute so viele Menschen zusammengekommen sind, motiviert und bestärkt uns alle, uns zu vernetzen und uns in verschiedenen Aktionen für den Frieden einzusetzen.

Helga Schmidt, Pax Christi

Stefan Haacke, Sprecher der Union der Mennonitischen Gemeinden in Frankreich

Einen ganz anderen Schwerpunkt setzte Stefan Haacke von der Union der Mennonitischen Gemeinden in Frankreich. Er leitete die unbedingte Ablehnung von Gewalt durch seine Glaubensgemein- schaft aus der Geschichte dieser Bewegung ab.

Angèle Kiefer von der Straßburger Gruppe des in ganz Frankreich aktiven Mouvement de la Paix

Angèle Kiefer von der Straßburger Gruppe des in ganz Frankreich aktiven Mouvement de la Paix zeigte sich erfreut, dass der grenzüberschreitende Ostermarsch als starkes Zeichen der internationalen Verbundenheit und als Appell an die Regierenden in Berlin und Paris gesehen werden könne.

Ganz ähnlich Wolfgang Maelger, langjähriger Gemeinderat in der Stadt Kehl, in seiner Ansprache: Er erinnerte an die – aus heutiger Sicht – schnelle Entwicklung von der Zeit erbitterter  Feindschaft zwischen Deutschen und Franzosen hin zu einer tief verankerten Freundschaft und Zusammenarbeit auf den unterschiedlichsten Ebenen. Dies sei nur möglich gewesen, weil auf beiden Seiten kluge Politiker dafür die Weichen gestellt haben; und dies in einer Zeit, als die Wunden des zweiten Weltkriegs noch längst nicht vernarbt waren.

Wolfgang Maelger, Gemeinderat in der Stadt Kehl
Peter-Michael Kuhn von Pax Christi

Ein ganz aktuelles Thema griff Peter-Michael Kuhn von Pax Christi in seinem Beitrag auf: Die Einführung der Todesstrafe für palästinensische Straftäter in Israel bzw. den besetzten Gebieten. Die richtige Antwort darauf sei ein Appell an die Bundesregierung, sich auf europäischer Ebene für die Aussetzung des Assoziierungsabkommens EU – Israel einzusetzen.

Nicht nur Worte und Reden gab es beim Ostermarsch, sondern auch Musik und Lieder. Falk Döhler umrahmte an den verschiedenen Stationen die Reden mit Gesang und Gitarre, darunter auch das Mitsinglied von 1964 „Unser Marsch ist eine gute Sache“. Ganz am Schluss kam dann noch militärischer Besuch aus Liverpool in Gestalt von Sergeant Pepper von der Lonely Hearts Club Band an der Posaune. Give peace a chance.

Falk Döhler
Ernst Rattinger, Sprecher DFG-VK Mittelbaden

Ernst Rattinger sagt allen Teilnehmenden, allen Aktiven und allen unterstützenden Gruppen, die zum Gelingen des friedlich verlaufenden Ostermarsches Kehl – Strasbourg 2026 beigetragen haben, ein herzliches, friedliches Dankeschön. Der Ostermarsch hat dazu beigetragen, dass viele die Forderung
NIE WIEDER KRIEGSTAUGLICH

der Kriegstreiberei entgegensetzten.

Impressionen vom Ostermarsch Kehl – Strasbourg 2026

Bilder: Andreas Pahlow


Stellungnahme der DFG-VK zum völkerrechtswidrigen Angriff der USA auf Venezuela

Angriff auf Venezuela: US-Präsident Trump bricht einmal mehr das Völkerrecht

Beteiligung der DFG-VK an Protestaktionen beim Neujahresempfang der AFD in Rheinau

Die DFG-VK Mittelbaden ist seit vielen Jahren Mitglied des Rheinauer Bündnis Bunt statt Braun, welches in den vergangenen Jahren immer wieder viele Aktionen und Veranstaltungen gegen Nazi-Aufmärsche am ehemaligen Panzergraben und heutigem Mahnmal in Rheinau-Memprechtshofen organisiert und durchgeführt hat.

Am 09.01.2026 fand eine Protestaktion des Rheinauer Bündnisses Bunt statt Braun mit Beteiligung der DFG-VK gegen einen Neujahrsempfang und Wahlkampfauftakt der AFD für den Landtagswahlkreis Kehl vor der Stadthalle Rheinau-Freistett statt. Trotz widriger Witterung versammelten sich etwa 70 Personen aus der Region und aller Altersgruppen um gegen die Politik der AFD zu demonstrieren. Es gab verschiedene Redebeiträge, ein Grußwort des Bürgermeisters O. Rastetter, Musik und Gesang gegen rechts und für Toleranz, Vielfalt und ein soziales Miteinander in der Gesellschaft. Nie wieder Faschismus – nie wieder Krieg!

Eine rundum gelungene Aktion mit guter Stimmung trotz Dauerregen.


Unterschriftenaktion Abrüstungsapell

Hier der Link zur Unterschriftenaktion.


IMI-Standpunkt2026-1-VenezuelaHerunterladen

Bundesweiter Schulstreik am 05.12.2025 auch in Offenburg

Auch in Offenburg gaben bei zwei Kundgebungen Schülerinnen, Schüler, Studentinnen und Studenten ihren Unmut zur geplanten Wehrpflicht Ausdruck.

Lysann Müller, Schülerin, bezog Stellung zur geplanten neuen Wehrpflicht. Ihre vollständige Rede gibt es Hier.

Offenburger Tageblatt 06.12.2025


Weitere Beiträge aus Funk & Fernsehen

Hessenschau 05.12.2025

Süddeutsche Zeitung 06.12.2025



Jugendliche in Neukölln und die Wehrpflicht

Luise Sammann am 28.11.2025, 12.40 Uhr um Deutschlandfunk „Informationen am Mittag“


SWR-Beitrag mit Klaus Pfisterer

Unser Landesvorsitzender und Kriegsdienstverweigerungsexperte Klaus Pfisterer hat in der vergangenen Woche dem SWR ein Interview zur Kriegsdienstverweigerung in Baden-Württemberg gegeben.

Schaut euch gerne an, was dabei herausgekommen ist!

https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/wehrdienst-gesetz-wehrpflicht-debatte-interesse-an-beratung-zu-kriegsdienstverweigerung-102.html



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